Über uns

1. Trägerschaft eines Krankenhauses

Der Verein ist Gesellschafter des Sana Paulinenkrankenhauses in Berlin-Charlottenburg, einer medizinischen Einrichtung mit Schwerpunkt auf der Versorgung herz- und kardiologisch erkrankter Menschen. Der Verein hält – auch nach der Beteiligung der Sana Kliniken AG – weiterhin wesentliche Anteile und verantwortet die strategische Ausrichtung des Hauses, um die Zukunft des Krankenhauses in einem sich wandelnden Gesundheitsmarkt abzusichern und weiterzuentwickeln.

2. Sicherung der Krankenhausversorgung

Historisch und aktuell sorgt der Verein dafür, dass das Sana Paulinenkrankenhaus als gemeinnützige Einrichtung betrieben wird und in der Region eine spezialisierte medizinische Versorgung sicherstellt – insbesondere für Patienten vor und nach herzchirurgischen Eingriffen, Transplantationen und komplexen kardiologischen Behandlungen.

3. Zusammenarbeit mit Partnern im Gesundheitswesen

Das Krankenhaus pflegt eine enge Kooperation mit renommierten Partnern wie dem Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC), um hochspezialisierte medizinische Leistungen anzubieten. Der Verein ist Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.

4. Zukunftssicherung und strategische Entwicklung des Standortes

Um den Campus Pauline attraktiver zu gestalten, wird gerade ein Bebauungsplan vom Paulinenhaus Krankenanstalt e.V. erarbeitet, um z.B. ein medizinisches Versorgungszentrum zu errichten. Zusätzlich soll neuer Wohnraum geschaffen und die Infrastruktur für die Umgebung durch einen Nahversorger und soziale Treffpunkte verbessert werden. Die Mitglieder des Paulinenhaus Krankenanstalt e.V. kommen aus unterschiedlichen Bereichen und bringen ihre Fachkompetenz zur strategischen Entwicklung ein.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke.

Armin-Matthias Schramm
Vorstandsvorsitzender
Fon: +49 (0)30 756 540 60
Mail: info@paulinenhaus-verein.de

Oswald Menninger
Mitglied des Vorstandes
Fon: +49 (0)30 756 540 60
Mail: info@paulinenhaus-verein.de

Dipl. Ing. Christoph Decker
Mitglied des Vorstandes
Fon: +49 (0)30 756 540 60
Mail: info@paulinenhaus-verein.de

Ralph Ladage
Geschäftsführer / Besonderer Vertreter des Vereins
Fon: +49 (0)30 766 857 92
Mail: ladage@paulinenhaus-verein.de

Susanne Ladage
Assistenz der Geschäftsführung / Leitung Gästehaus
Fon: +49 (0)30 756 540 60
Mail: ladage.s@paulinenhaus-verein.de

Auf dem Campus Pauline wird vom Paulinenhaus Krankenanstalt e.V. auch ein Gästehaus und ein Konferenzzentrum betrieben.

Im Gästehaus können Angehörige von Patienten in der Nähe zum Krankenhaus übernachten. Die Gästezimmer können aber auch von externen Gästen gebucht werden.

Das Konferenzzentrum wird vom Sana Paulinenkrankenhaus für Veranstaltungen genutzt, aber auch hier können externe Interessenten die Räumlichkeiten für Konferenzen und Veranstaltungen buchen.

Des Weiteren werden verschiedene Räumlichkeiten auf dem Campus vermietet. Sie können uns gern bei Mietwünsche ansprechen, oder auf der Seite „Vermietung“ nach verfügbaren Mietflächen schauen.

  • 1903 wurde der Verein Paulinenhaus für Kranken- und Kinderpflege gegründet, benannt nach Fürstin Pauline zur Lippe, einer Wohltäterin, die sich für soziale Fürsorge und Kinderbetreuung einsetzte.
  • 1911–1913 entstand in der Eschenallee (Charlottenburg) das Gebäude, das als Paulinenhaus Krankenanstalt errichtet wurde. Das Krankenhaus öffnete offiziell am 24. Januar 1913 seine Pforten und gehört zu den ältesten Krankenhausstandorten Berlins. Zu dieser Zeit lag der Schwerpunkt auf der Pflege armer und bedürftiger Kinder sowie allgemeiner Krankenversorgung.
  • Es entstand aus einer Initiative, die bereits im frühen 20. Jahrhundert die Pflege und medizinische Versorgung verbessern wollte. In den ersten Jahrzehnten lag der Fokus auf Kinderpflege und allgemeiner Krankenversorgung, später entwickelte sich das Haus zu einem Nachbarschaftskrankenhaus und schließlich zu einer Spezialklinik für Herzmedizin.
  • Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 wurde das Paulinenkrankenhaus zum Lazarett unter Heeresverwaltung umfunktioniert, um verwundete Soldaten zu versorgen. Teile der Einrichtung wurden bereits während des Krieges wieder für Zivilpersonen genutzt. 1916–1919 begann eine langfristige Kooperation mit den Berliner Siemens-Firmen. Siemens unterstützte die Einrichtung finanziell und nutzte sie als Betriebskrankenhaus für Mitarbeitende und deren Angehörige.
  • Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Paulinenkrankenhaus – wie viele andere Einrichtungen – beschädigt. Nach 1945 erfolgte der Wiederaufbau in der heutigen Gestalt.
  • Die Unterstützung durch die Siemens-Firmen nahm nach 1948 wieder zu, als die wirtschaftliche Lage und die medizinische Versorgung wieder stabilisiert wurden.
  • In den 1950er und 1960er Jahren stabilisierte sich das Krankenhaus im Westteil Berlins als Nachbarschaftskrankenhaus, das eine breite, allgemeinmedizinische Versorgung bot.
  • In den 1970er und 1980er Jahren kämpfte der Verein mit finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Erst 1986 gelang es, das Haus wieder dauerhaft im Berliner Krankenhausbedarfsplan zu etablieren und den Fortbestand zu sichern.
  • Im Mai 1982 schied die Siemens AG als Mitglied aus dem Verein aus, nachdem sie viele Jahrzehnte zur Stabilität beigetragen hatte.
  • Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet das Paulinenkrankenhaus eng mit dem Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) sowie der Charité zusammen. Dadurch rückten die kardiologische Versorgung und die Betreuung herzoperierter Patienten in den Mittelpunkt.
  • 1995 wurde der Beschluss gefasst, das Paulinenkrankenhaus an einen neuen Standort zu verlegen – auf das frühere britische Militärkrankenhaus am Dickensweg (Nähe Olympiastadion). Dies wurde notwendig, da der alte Standort nicht mehr den modernen Anforderungen genügte.
  • Am 27. September 2002 wurde das neue Paulinenkrankenhaus am Dickensweg offiziell eröffnet. Mit dem Umzug wurde die Chirurgie eingestellt, und das Haus entwickelte sich zu einer Spezialklinik für die postoperative Behandlung nach Herzoperationen und der Schwerpunkt liegt seitdem ausschließlich auf der kardiologischen Weiterbehandlung in Kooperation mit spezialisierten Partnern.
  • Heute gilt es als Spezialklinik für die Weiterbehandlung nach herzchirurgischen Eingriffen, bei Transplantationen und der Betreuung von Patient:innen mit mechanischen Herzunterstützungssystemen („Kunstherzen“).

Bis 31.12.2019:

Der Verein ist Träger des Paulinenkrankenhauses, einer Spezialklinik für Herzpatienten, und verantwortlich für die Unterhaltung und den Betrieb des Krankenhauses.

Seit 01.01.2020:

Der Verein ist als Förderverein für die PSG Paulinen Service GmbH als auch für die Paulinenkrankenhaus gGmbH tätig. Der medizinische Geschäftsbetrieb wurde ausgegliedert in die neu gegründete Paulinenkrankenhaus gGmbH.

Zum 1. Januar 2023:

Die Sana Kliniken AG erwirbt 51 Prozent der Anteile an der Paulinenkrankenhaus gGmbH sowie 100 Prozent der Paulinen Service Gesellschaft mbH. Einen entsprechenden Vertrag haben Sana und der Eigentümer, der Paulinenhaus Krankenanstalt e. V., unterzeichnet.